Die rote Freche

Also mittlerweile stehe ich Morgens ja nicht nur unter der Woche vor 8 Uhr auf. Selbst am Wochenende wo ich früher bis in die Puppen geschlafen habe bin ich mittlerweile schon um zwischen 6 und 7 Uhr wach. Zum einen weil ich einfach den wöchentlichen Rhythmus drinnen habe, zum anderen weil unser Schlafzimmer auf der Sonnenseite liegt und es demenstprechend hell ist und warm ist. Zum anderen gibt es da zwei kleine flauschige Gründe die einem Morgens den Schlaf rauben. Einen möchte ich euch heute vorstellen.

Der Futternapf klappert laut auf den Fliesen, am Bett werden die letzten Lederreste heruntergekratzt, das CD-Radio knarrt unter dem Gewicht einer großen flauschigen Katze. So oder so ähnlich kann man sich die allmorgendliche Geräuschkulisse bei uns im Schlafzimmer vorstellen. Vielleicht wird sich auch mal an den Vorhängen vom Himmelbett hochgezogen, eine Schubladentür aufgezogen oder einfach mit der Pfote gegen den Kleiderschrank gedonnert. Egal was auch gemacht wird, eines steht mit 100%iger Sicherheit fest. Man ist wach und teilweise auch richtig pissed. Vor allem mit dem Hintergedanken das diverse Gegenstände darunter leiden. Was mach man also? Man steht auf, schnappt sich den Übeltäter und befördert diesen raus vor die Schlafzimmertür und verschliesst diese hinter sich um noch ein wenig Ruhe zu haben. Naja zumindest am Wochenende. Unter der Woche schreit ja schon der Arbeitgeber nach seinen unterjochten Dienern.
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Wer sich jetzt denkt „Dann lass die Katze doch gleich aus dem Schlafzimmer draussen“, der unterschätzt vielleicht meine Liebe zu Katzen im allgemeinen und gerade zu unseren beiden Frechdächsen. Zumal es einfach ungemein beruhigend ist wenn Abends eine der beiden mit im Bett oder am allerbesten auf einem liegt. Naja, zumindest mit unsere rothaarigen Shanti hat sich meine bessere Hälfte eine süße aber auch gleichzeitig sehr auf Aufmerksamkeit bedachte Katze zugelegt. Eine wirkliche Wahl blieb meiner Freundin dabei allerdings nicht. Hing die kleine Mietze meiner Liebsten doch immer am Rockzipfel als sie beim Züchter war.  Es war also eher die Entscheidung von Shanti wo sie ihre Streiche in Zukunft machen will.

Als kleiner Stubentiger wurde früher schon Nachts Randale gemacht, der Mülleimer geöffnet oder ausgeleert, diverse Gegenstände angeknabbert und so manche Plastiktüte entführt. Im ersten Moment könnte man die Kleine erwürgen, doch sobald man in ihre großen Augen blickt, ist die größte Aufregung schnell verflogen. Es ist außerdem verdammt süß und belustigend wenn eine Katze mit einer 4 fach so großen Einkaufstüte durch die Wohnung flüchtet oder wenn sie sich still und heimlich Folie aus dem Mülleimer stibitzt hat und sich mit der Folie im Maul von dannen sprintet nur um sich dann damit unterm Bett zu verkriechen. So gerne die Kleine auch mit Folie spielt weil es so schön raschelt, so sehr macht man sich auch Sorgen. Den Folie und Katzen ist ne schlechte Kombination.

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Man kann einfach nicht anders als diese Katze lieben. Vor allem wenn man dann noch sieht wie süß sie sich teilweise verhält. Da wird leise gefiepst, einem sanft ins Bein gebissen um zu schmusen, oder mit der feuchten Nase angeschubst ganz nach dem Motto „Jetzt schmus endlich mit mir“. Zumal unsere kleine Shanti im Gegenzug auch soviel Liebe schenkt. Geht es einem von uns schlecht oder ist aus irgend einem Grund aufgebracht ist Shanti nicht weit und versucht zu trösten oder zu beruhigen. Das kann beim zocken durchaus hinderlich sein wenn man bei einem Boss in Dark Souls angespannt ist und dann das flauschige Fellknäuel auf einem rumturnt oder einem anschmust. Die schönen Momente überwiegen einfach mit unseren beiden Flauschis und wenn man Morgens aufsteht sich fertig macht, in die Schuhe schlüpfen will und dann festellt das diese schon von einer Katze getragen werden, sind das Momente die einem lange im Gedächtnis bleiben. Ich denke dieser Eintrag über unsere Vierbeiner wird kein Einzelfall bleiben und ausserdem muss ich euch ja noch die Mutti von unserer Shanti vorstellen die ihrer Tochter in manchen Bereichen in nichts nachsteht.
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